Berufsorientierung

Den richtigen Weg finden – Berufsorientierung an der Domschule St. Marien

Was kann ich beruflich später einmal tun? Was kann ich werden? Wie geht es mit mir weiter? Das sind Fragen von Schülerinnen und Schülern an unserer Schule, die wir Lehrerinnen und Lehrer gern helfen zu beantworten. Neben lesen, rechnen, schreiben, analysieren und interpretieren lernen ist ein weiteres Ziel von Schule, jungen Menschen Entscheidungshilfen über berufliche Perspektiven in einer komplexer werdenden Welt zu geben. Die Domschule legt großen Wert darauf, Jugendliche gezielt von der 7. Klasse an in den Fächern „Deutsch“ und „Arbeitslehre“, aber auch im Fach „Englisch“, darauf vorzubereiten. So werden in Unterrichtsgesprächen die persönlichen Stärken und Schwächen, Vorlieben und Abneigungen thematisiert. In kleinen Gruppen werden Präsentationen über Berufsbilder in Betrieben und Institutionen erarbeitet und vorgestellt. Dabei kommen verschiedene Methoden wie der Berufswahlkompass und der Berufswahlpass zum Einsatz. In kleinen Szenen werden Bewerbungsgespräche durchgespielt. Die Schülerinnen und Schüler informieren und motivieren sich gegenseitig. Hilfe erhalten sie ab der 8. Klasse vom Berufsinformationszentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit und ab Klasse 9 von der Jugendberufsagentur, deren Berater, zur Zeit Herr Cyris, regelmäßig zu persönlichen Gesprächen in die Schule kommt oder in Vorträgen mit Diskussionen in den Klassen oder auf Elternabenden Schüler und Eltern informiert. Nach zwei Praktika in den Klassen 8 und 9 mit Schwerpunkten in der sozialen und betrieblichen Arbeit nimmt die Berufsorientierung in der Klasse 9 Fahrt auf, denn die Stadt bietet mit ihren Messen wie der Hamburger Lehrstellenbörse, der „Einstieg“, Parentum und Talentum viele Kontaktmöglichkeiten, die allerdings vorbereitet und begleitet werden müssen.

Ein wichtiger Meilenstein in der beruflichen Orientierung ist unsere Kooperation mit der Handwerkskammer, wodurch Lehrer und Schüler Fortbildungen in den unterschiedlichsten Berufen erhalten können. Auch Kooperationsveranstaltungen mit der Handelskammer dienen der Orientierung. Am Ende der 10. Klasse sollten Schülerinnen und Schüler entscheiden können, ob sie weiter zur Schule gehen oder eine berufliche Ausbildung anstreben. Das ist nach wie vor nicht immer einfach für 15- oder 16- jährige junge Menschen. Da Praxiskenntnisse heute immer wichtiger werden nimmt die Zahl derjenigen, die sich für eine Ausbildung entscheiden, zu, denn es wird von Jahr zu Jahr bekannter, dass die Ausbildung nicht das Ende der beruflichen Fahnenstange ist, sondern erst der Einstieg zur weiteren Qualifizierung, die bis zum Fachabitur und zum Studium nach einer betrieblichen Ausbildung führen kann.

Auch in der Grundschule und in den Klassen 5 und 6 wird an der Domschule berufliches Wissen vermittelt. Besuche bei Handwerksbetrieben oder die Teilnahme am Girls‘ und Boys‘ Day, weltweit am 4. Donnerstag im April, bilden hierfür Bausteine.

Wir danken allen Gewerbetreibenden in St. Georg, die unsere Schülerinnen und Schüler mit Besichtigungen, Praktikumsplätzen und Gesprächen unterstützt haben und weiter unterstützen.

Maria Beimel,
Lehrerin an der Domschule St.Marien
Abtl. Berufliche Orientierung