Autoren-Archiv: mkarg

Allerheiligen Impressionen

Nach dem traditionellen Gottesdienst machten sich die Domschüler*innen in diesem Jahr auf den Weg durch die Stadt und informierten sich an Gedenkstätten oder auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes standen die Lübecker Märtyrer: Hermann Lange, Eduard Müller, Johannes Prassek und Karl Friedrich Stellbrink. Vielen Dank an die Schüler*innen und Kolleginnen, die das Wirken der Lübecker Märtyrer während des Gottesdienstes würdig und informativ schilderten. (MKa)

Stille Helden – Zeitzeugen zu Besuch in Klasse 10

Wenn eine Klasse über 90 min in hoher Konzentration dem Vortrag eines Ehepaars zuhört, dann muss schon etwas Besonderes erzählt worden sein. Und so war es auch!
Unsere Klasse 10 hatte am Mittwoch, den 24. Oktober das große Glück, dass zwei Zeitzeugen über ihre Lebensgeschichte zur Zeit des Nationalsozialismus berichteten. Frau Beimel (Geschichtslehrerin) hatte im Vorfeld diesen Zeitzeugenbesuch organisiert. Anwesend war auch die Klassenlehrerin Frau Serra, sowie die kommissarische Schulleiterin Frau Karg.
Frau und Herr Michalski erwähnten viele Erlebnisse aus der Kindheit von Herrn Michalski und betonten dabei die Sorgen und Ängste der jüdischen Mutter, die Standhaftigkeit des katholischen Vaters, den Mut des Kindermädchens oder der Arbeitskollegen. Sie erzählten auch von allen weiteren Helfern, ohne die der „kleine“ Franz und seine Familie die Nazi-Zeit nicht überlebt hätten.
„Mich hat am meisten beeindruckt, wie der Familienzusammenhalt gewesen ist“, formulierte eine Schülerin nach dem Vortrag. Ein anderer bemerkte: „ Ich bin erstaunt, dass sie überhaupt überlebt haben, denn Vieles hing ja nur von Glück oder Zufällen ab.“
Allgemein beeindruckte das Ehepaar Michalski durch ihren liebevollen Umgang miteinander, genauso wie mit ihrem Humor, den sie auch bei der Schilderung der dramatischen Ereignisse nicht zurückhalten konnten oder wollten.
Das Ehepaar Michalski erklärte zum Schluss ihres Vortrages, warum es ihnen wichtig ist, in Schulen zu kommen und sich allgemein für die Organisation der „Stillen Helden“ zu engagieren. Dabei erwähnten Sie noch einmal namentlich alle Menschen, die maßgeblich beeinflussten, dass der für den 17.Oktober 1944 um 15:30 Uhr angekündigte Abtransport verhindert werden konnte.
Die Klasse 10 bereitet sich nun mit noch größerer Motivation auf eine Berlin-Reise vor und wird im Rahmen dieser Reise die Gedenkstätte der „Stillen Helden“ besuchen. Alle freuen sich schon jetzt auf ein Wiedersehen mit dem Ehepaar Michalski. (Text und Foto MKa)

Impressionen vom 21.September

Parallel zum Social-Day des Malteser Hilfsdienstes hat sich die schöne Tradition des Lernen vor Ort-Tages an der Domschule entwickelt. Während die drei Grundschulklassen sich im Planetarium begeisterten, waren andere Klassen bei Kirchenbesichtigungen oder im Museum. Die neunte Klasse half fleißig beim Social-Day an der Schule, Klasse 10 erhielt eine Extraeinheit in die Berufsorientierung.

Die beiden siebten Klassen erlebten am ZSU ein echtes Highlight. Dort intensivierten sie ihre Lerneindrücke, die zuvor im Biologie-Unterricht vermittelt wurden, wobei sie tierische Unterstützung hatten.

Eine Klassenlehrerin aus Klasse 7 schreibt: „Was krabbelt denn da und welchen Weg werden die Tiere wohl wählen? Eine Antwort auf diese Fragen versuchten wir – die 7. Klassen – im Rahmen unseres Biologieunterrichtes zu finden, indem wir den Versuch mit lebenden Kellerasseln durchführten. Zum Abschluss machten wir im ZSU viele verschiedene Versuche zu dem Thema „ Gliedertiere auf dem Prüfstand“.

#PostandenPapst

Die Schüler*innen der Domschule St. Marien haben sich mit großem Interesse an der Aktion #PostandenPapst beteiligt. Initiiert wurde die Aktion seitens der BDKJ, auf deren Website nähere Informationen zu finden sind.
Im Herbst werden die sich Bischöfe mit Papst Franziskus über „jugendliche“ Themen beraten und da liegt es natürlich nahe, dass die Jugendlichen selbst ihre Gedanken formulieren. Die Postkarten aus der Domschule St. Marien gehen nun zunächst nach Düsseldorf an die Bundesstelle der BDKJ und werden dann mit nach Rom genommen.

Auf der Website der BDKJ ist folgender Hinweis notiert: „Je mehr Rückmeldungen aus Deutschland kommen, desto größer ist die Chance für jede*n einzelne*n, Einfluss auf die Beratung der Bischöfe zu nehmen.“

Unsere Domschüler*innen haben sich selbstverständlich auch hier noch einmal die Frage erlaubt, warum gerade ihre Schule geschlossen werden soll. Weiterhin findet sich auf den Postkarten aber auch die Frage, wie es dem Papst eigentlich gerade geht. Mehrfach wird Papst Franziskus in die Domschule St. Marien eingeladen, worüber sich die gesamte Schulgemeinde natürlich erheblich freuen würde. Zur Sicherheit wurde die Einladung auch in verschiedenen Sprachen formuliert.
Die Domschüler*innen haben nicht nur an sich gedacht. Viele halten es für unabdingbar, dass während der Jugendsynode über Themen wie die Beendigung von internationalen Auseinandersetzungen und die ungerechte Verteilung von Reichtum auf der Welt gesprochen wird. Besonders toll erscheint aus Sicht der Lehrer*innen, dass man auch das Thema Bildung besprochen haben möchte, denn die Domschüler*innen sind der Meinung, dass jedes Kind in jedem Land auf der Welt ein Recht auf eine gute Schulbildung hat. MKa

Segen für das neue Schuljahr

In zwei Gottesdiensten zum Schuljahresbeginn haben die Schüler*innen und das Kollegium der Domschule St. Marien den Segen für das neue Schuljahr empfangen.
In der Geschichte von der Arche Noah erfuhren die Grundschüler, dass Gott den Menschen immer wieder einen Neuanfang ermöglicht. Zu allen Zeiten war der Regenbogen ein Hoffnungszeichen für die Menschen. Als Zeichen für Gottes Treue verbindet er wie eine leuchtende Brücke Himmel und Erde miteinander.
Für die Eucharistiefeier der Stadtteilschule hatten die einzelnen Klassen Willkommensschilder in ihren Muttersprachen vorbereitet. In der Begegnung mit Jesus erlebt selbst der Zöllner Zachäus, wie gut es tut, willkommen zu sein. Das gemeinsame Mahl in seinem Haus verändert sein ganzes Leben. In jedem Gottesdienst heißt Gott uns willkommen, er lädt uns ein an seinen Tisch.
Wenn wir es singen, sollen wir es spüren: Wir sind eingeladen zum Fest des Glaubens!
Text: RGy

Veränderung im Schulleitungsteam

Sehr geehrte Eltern und Erziehungsberechtigte,

ich hoffe, dass Sie und Ihre Familien erholsame Ferien erleben konnten und Sie die Zeit genießen konnten.
Dieses Schreiben soll auch dazu dienen, um Sie aus dem Bereich der Schulleitung auf dem Laufenden zu halten. Zunächst darf ich Ihnen herzliche Grüße von Frau Kuhn übermitteln, der es gesundheitlich besser geht, gleichwohl steht sie uns als Schulleiterin auch momentan nicht zur Verfügung. Bitte senden Sie weiterhin gute Gedanken an sie.

Wie Sie alle wissen, ist die Domschule St. Marien durch die Schulschließungsentscheidung in eine herausfordernde Situation geraten. Herrn Oberhagemann und mir wurde in den letzten Monaten deutlich, dass die Schule eine Klarheit im Bereich der Leitungsaufgaben braucht. Wir konnten in Absprache mit den Verantwortlichen aus der Abteilung Schule und Hochschule diese Klärung zur Zufriedenheit aller Beteiligten herbeiführen.
Als Ergebnis informiere ich Sie heute darüber, dass Herr Oberhagemann auf eigenen Wunsch zu seiner Aufgabe als stellvertretender Schulleiter zurückkehrt.
Mir selbst ist die kommissarische Schulleitung übertragen worden. An der ohnehin sehr engen Zusammenarbeit zwischen Herrn Oberhagemann und mir wird sich nichts ändern.

Ich habe also das Ruder übernommen und freue mich auf die Schulleitungsaufgaben.
Ganz neu sind mir die Tätigkeiten ja zum Glück nicht. Während der Elternabende im kommenden September werde ich versuchen, dass Sie sich einen ersten persönlichen Eindruck von mir verschaffen können.

Zu Beginn des Schuljahres möchte ich mich auch für Ihr sehr wertschätzendes Engagement bedanken!
Auch wenn uns durch die Schulschließungsentscheidung ein etwas rauerer Wind entgegenweht, gilt für mich (frei nach Aristoteles): Wir werden diesen Wind nicht ändern können, aber wir können die Segel richtig setzen.

Herzliche Grüße sendet Marion Karg.

„Ihr werdet meine Zeugen sein“

Unter diesem Motto machten sich am frühen Morgen des 23. Juni neun Schülerinnen in Begleitung von Frau und Herrn Geyer auf den Weg nach Lübeck, um an der Bistumswallfahrt anlässlich des 75. Jahrestags der Hinrichtung der vier Lübecker Märtyrer teilzunehmen. Die Kapläne Johannes Prassek, Hermann Lange und Eduard Müller und der evangelische Pastor Karl Friedrich Stellbrink wurden am 10. November 1943 im Hamburger Gefängnis am Holstenglacis durch das Fallbeil hingerichtet.
In Lübeck angekommen, begaben wir uns zu Fuß auf unseren selbst organisierten Pilgerweg entlang der Trave zu unserer ersten Station, dem ehemaligen Burgkloster, das Ende des 19. Jahrhunderts in ein Gericht und Gefängnis umfunktioniert worden war. Hier fand der Prozess gegen die Lübecker Geistlichen statt – ein Ort, an dem wir die Nähe von ungerechtem Urteil, bedrückender Todesangst und großem Gottvertrauen nachspüren konnten.
Auf dem Gefängnishof erfuhren wir, dass die Pfarrhaushälterin Johanna Rechtien die Kapläne im Gefängnis regelmäßig
mit Wäsche und zusätzlichen Lebensmitteln, aber auch mit Kleinstmengen an Wein und Hostien versorgte, damit sie in ihrer Zelle die Eucharistie feiern konnten. Die Aufforderung, in Hungrigen, Kranken, Obdachlosen und Gefangenen Jesus selbst zu erkennen, hatte sie verstanden.
Die nächste Station: das Lübecker Rathaus. Vor den Gedenktafeln für die vier Märtyrer hörten wir einen Auszug aus Karl Friedrich Stellbrinks Abschiedsbrief, in dem er seiner Frau und seinen Kindern den Segen Gottes zuspricht. Die etwas melancholische Melodie eines Straßenmusikanten passte zu diesen Worten, als sei es abgesprochen gewesen.
Unser Besuch der Herz-Jesu-Kirche, in der die drei Kapläne wirkten, bildete den Abschluss unseres Pilgerwegs. Empfangen wurden wir beim Betreten der Kirche von Taizé-Liedern einer Jugendgruppe, entlassen mit
dem Segen für unseren weiteren Weg.
Draußen vor der Kirche – „auf Parade“, wie die Lübecker sagen – wurden wir an liebevoll gedeckten Tischen von Lübecker Tischpaten bewirtet.
Generell standen an allen Stationen Lübecker Gemeindemitglieder bereit, die uns freundlich begrüßten und wertvolle Tipps und Informationen gaben. Dadurch bekam die Wallfahrt eine ganz besondere persönliche Note.
Vielen Dank dafür!
Auf unserem Weg zum nachmittäglichen Jugendprogramm auf der Domwiese liefen wir unserem Erzbischof quasi direkt in die Arme. Er erkannte uns sofort als seine (Noch-)Nachbarn und begrüßte uns herzlich.
Zwischen den zahlreichen Angeboten für Kinder und Jugendliche war die Entscheidung schnell gefallen: Wir entschieden uns für das Sprayen von Graffitis mit einer Schablone der Märtyrer-Portraits. Als Mitbringsel
für unsere Schule entstand in Teamwork eine großformatige Leinwand (siehe Foto).
Gestärkt und beladen feierten wir um 17 Uhr mit allen Pilgern des gesamten Bistums, nahezu 100 Priestern, zahlreichen Ministranten und Nieselregen ein feierliches Pontifikalamt (Bischofsmesse) auf der Freilichtbühne. Wir haben an diesem Tag gehört, aber vor allem auch gespürt, was es bedeutet, den Glauben mutig zu bezeugen. Unser Erzbischof fasste das Erlebte in seiner Predigt für uns treffend zusammen: „Nur ein Zeuge kann wirklich überzeugen.“ Auch wir haben immer und überall die Gelegenheit dazu! (Text RGy)

Besuch aus Dänemark

Sie wollten gern eine Hamburger Privatschule im Herzen der Stadt besuchen: 12 Schülerinnen und Schüler, die Deutschlehrerin und der Schulleiter von Gregers Krabbe Friskole in Skörping/Dänemark hatten sich für ihren alljährlichen Hamburg-Besuch die Domschule ausgeguckt und im Vorwege einen Kontakt zu unserer 7. Klasse hergestellt. Aus einem ersten Austausch von Informationen wurde schnell ein freundschaftlicher Kontakt. Unter Verwendung aller verfügbaren Fremd- und Muttersprachen verbrachten beide Klassen einen interessanten gemeinsamen Schultag. Unsere Schülerinnen und Schüler staunten nicht schlecht, dass die Klassenfrequenzen in Gregers Krabbe Friskole höchstens halb so groß sind wie unsere und dass der Unterricht an mehreren Wochentagen spätestens um 13 Uhr endet. Der Schulleiter erklärte das Konzept der Schule, das sich mit wenigen Worten zusammenfassen lässt: Weniger – dafür intensiver – ist manchmal mehr!
Es ist fest vereinbart, dass diese erste Begegnung nicht die letzte bleiben soll. Und so heißt es dann im nächsten Frühsommer hoffentlich wieder: Hej og vilkommen i Hamborg! (Text R.Gy)

Dein Song für eine Welt – Gewinner Alfred Gyimah

Unser Schüler Alfred hat ein paar spannende Tage hinter, aber auch vor sich!
Die Domschule St. Marien mit allen Schüler*innen und dem gesamten Kollegium freut sich gemeinsam mit Alfred über seinen Erfolg und besonders seine Klassenlehrerin Frau Walpert ist ziemlich stolz auf ihn.
Durch Sozialpädagogen, die in der Arche in Jenfeld tätig sind, ist der Zehntklässler auf den Songcontest „Dein Song für eine Welt“ aufmerksam geworden. Dieser Songcontest beruht u.a. auf einer Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Bereits im Januar reiste Alfred nach Berlin, um von seinem Song „Diese eine Welt“ eine Studioaufnahme anfertigen zu lassen. „Das war ziemlich aufregend, weil ich so was ja noch nie gemacht habe und keine Ahnung hatte, was da auf mich zukommt“, berichtet der 16-jährige. „Aber dann war alles total gut organisiert. Neben der professionellen Einzelaufnahme in einem perfekt ausgestatteten Tonstudio und der Unterbringung in einem Hostel, ergab sich über den mitgereisten Freund auch noch eine private Sight Seeing Tour.“

Alfred erzählt weiterhin, dass er niemals damit gerechnet habe, er könne unter den ca. 500 Teilnehmer*innen zu den 23 Gewinnern zählen. Seinen Song habe er schließlich nur mit seiner Handykamera aufgenommen. „An dem Text habe ich allerdings ein paar Wochen geschrieben“, erinnert er sich.
Ausschlaggebend für seinen Sieg ist ganz sicher sein kritischer Text gewesen, der die Jury überzeugte. „Für diese eine Welt schreib‘ ich diesen Song, damit alle endlich raus aus ihren Krisen komm‘…“ Der gesamte Song ist bei youtube zu sehen; Alfred Diese eine Welt.
Zu den Paten dieses Songcontests zählen übrigens einige sehr bekannte deutsche Moderatoren und Musiker wie Jeannine Michaelsen oder Johnny Strange (der Sänger der Band Culcha Candela).
Alfred bereitet sich nun gespannt auf das nächste Event vor: Das Eine Welt Festival am 21. Juni im Berliner Admiralspalast. Alfred schildert: „Dort werde ich auf Adel Tawil treffen. Er und auch andere Musiker werden uns coachen, bevor dann das große Abschlusskonzert mit allen Siegern startet.“ Da man eine CD produzieren wird, wünscht sich Alfred, dass sein Song mit einer Klavierbegleitung eingespielt wird.
Die Domschule St. Marien hofft auf ein paar coole Fotos vom Festivaltag!

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